Der Zwangsausgleich als Ausweg nach der Konkurseröffnung

Jedes Jahr nimmt die Anzahl der Unternehmen, über die ein Konkursverfahren eröffnet wird, zu.

Die Konkurseröffnung erfolgt entweder über Antrag des Unternehmens selbst, oder wird von einem der Gläubiger beantragt.

Gemeinsam mit dem Konkurseröffnungsantrag muß ein Kostenvorschuß von € 3.600,-- vom Antragsteller erlegt werden, oder der Nachweis erbracht werden, dass ausreichendes kostendeckendes Vermögen für die Abwicklung des Konkurses, in zumindest dieser Höhe, vorhanden ist.

Wird ein Insolvenzverfahren eröffnet besteht aber die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen, das Unternehmen auch im Konkurs durch den Masseverwalter fortzuführen.

In einem solchen Fall muß der Gemeinschuldner spätestens bei der Prüfungstagsatzung (im Regelfall ca. 3 Monate nach Konkurseröffnung) einen Antrag auf Abschluß eines Zwangsausgleichs stellen. Vereinfacht gesagt, ersucht der Gemeinschuldner im Rahmen dieses Zwangsausgleichsantrages seine Gläubiger ihre Zustimmung zu einer zumindest 20 %igen Quote, bezogen auf die jeweilige Forderung, zu erteilen.

So dieser Antrag die gesetzlich vorgeschriebenen Mehrheiten erreicht, ist der Unternehmer für den Fall, als die beschlossene Quote in der Folge auch ausbezahlt wird, hinsichtlich des darüber hinausgehenden Betrages entschuldet.